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Lieder und Klavierstücke
von Haas, Kràsa, Schulhof und Ullmann.

"Mir will es scheinen, daß in unserem ganzen Leben Musik niemals eine derartige Rolle gespielt hat wie in jener düsteren Zeit...uns so entzückt und begeistert, obwohl wir hungrig waren und uns unentwegt die Angst in den Gliedern saß - oder gerade deshalb?..."
Marcel Reich-Ranicki, Mein Leben

Die Musik, die im KZ Theresienstadt (Térezin) entstanden ist, bewegt mich sehr. Gerade in dieser Zeit der Gefangenschaft und Erniedrigung gewann die Musik eine existentielle Bedeutung für die Menschen, die sie komponierten, spielten und hörten. Sie gab Nahrung für die Seele, als der Körper am Verhungern war; Kraft, weiter zu leben als Mensch in einer Umgebung, die alles andere als menschenwürdig war.
Umso erstaunlicher ist es, daß hier Werke enstanden, die auch ohne die besonderen Umstände ein wertvoller Beitrag zur Entwicklung der Musik des 20. Jahrhunderts sind: Ullmann war Schönbergs Schüler, Haas wurde von Janacek als dessen Nachfolger in der Prager Musikakademie ernannt. Kràsas Oper Johnny spielt auf war äußerst erfolgreich, bevor sie verbannt worden ist.

Aus Theresienstadt
Im Bambus
Pavel Haas
Wien um 1900 Voices of Israel Aus Theresienstadt

Pressestimmen:

"Mehr wert als ein steinernes Denkmal ... passionierter Gesang." FAZ

"Deutlich hörbar der Firnis des Elegischen, Tragischen, aber auch des Skurrilen und Grotesken in der voluminösen, eindringlichen Stimme...
Wiesbadener Tagblatt

"...Das verborgene Erlebnis lebensbejahender Hoffnung in dieser Musik ... mit überzeugendem Ausdruck vermittelt." Wiesbadener Kurier